Heilig-Kreuz-Lütter

Ein Kreuz für die Freiheit

 

4 m hohes Gipfelkreuz beim 3. Lüttner Berggottesdienst geweiht

Zum dritten Mal veranstaltete die Pfarrgemeinde Hl. Kreuz Lütter eine Bergmesse auf einer Anhöhe hoch über dem Dorf. Gut 300 Gläubige aus Lütter und den Nachbargemeinden kamen, um den Gottesdienst zur Weihe des neuen Bergkreuzes mitzufeiern. Die Kreuzweihe war die letzte Amtshandlung von Pfarrer Deogratias Serunjogi vor seiner Heimkehr nach Uganda.

Nachdem bei den Berggottesdiensten der vergangenen Jahre immer ein grob zusammengebundenes Kreuz aus Pappelstämmen Verwendung gefunden hatte, fasste der Kirchenverwaltungsrat den Beschluss, ein solides Eichenkreuz auf den Berg zwischen Lütter und Melters zu stellen. Dank einer Holzspende, viel Freiwilligenarbeit und nicht zuletzt der Bereitschaft von Grundstückseigner Paul Stock, dem neuen Kreuz eine Heimat zu geben, konnte am Karsamstag das 4 Meter hohe Kreuz auf einem solide betonierten Fundament errichtet werden. »Der gespendete Eichenstamm hat sogar noch ausgereicht für ein paar Sitzbänke unterm Kreuz«, so Carlo Schleicher vom Lüttner Kirchenverwaltungsrat. Auch der scheidende Pfarrer Deogratias Serunjogi freute sich: »Wir haben jetzt eine natürliche Altarinsel«. Zusammen mit Diakon Rupert Scheule zelebrierte er bei herbstlichen Temperaturen die Freiluftmesse, die vom Lüttner Arbeitskreis Liturgie und dem Musikverein Cäcilia unter Wolfgang Hohmann mitgestalet wurde.
Scheule stellte in seiner Predigt die Frage, wie denn ausgerechnet ein Kreuz zur Erfahrung der Freiheit passe, die man mache, wenn man aus dem Tal auf einen Berg steigt und ein Stückchen Alltag hinter sich lässt. »Kreuz und Freiheit passen zusammen! Wenn Sie hier heraufkommen, haben sie nicht das Symbol einer Niederlage vor sich, sondern das Zeichen einer radikalen Freiheit. Im Jahr 30 hing an solch gekreuzten Balken einer, der sich von allem frei gemacht hat, auch von sich selbst: Jesus, unser Bruder und Herr!« Der Diakon empfahl, sich nicht mit dem bisschen Gipfelstürmerfreiheit zu begnügen, sondern immer auch ein bisschen radikale Kreuzesfreiheit mit ins Tal zu nehmen.
Nachdem Pfarrer Deogratias den Weihegottesdienst beendet hatte, wurde er mit einem Vaterunser und reichlich Applaus verabschiedet. Er selbst schloss mit den Worten: »Das Kreuz schaut nach Süden, Richtung Uganda«. Dort erwarten den Geistlichen nach fünf Jahren in der Rhön sehr bald neue Aufgaben.

 

Gottesdienstvorschau

Hier finden Sie ab sofort die Wochenendgottesdienste der Pfarreien Eichenzell und Lütter

für die nächsten Monate.

 

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