Heilig-Kreuz-Lütter

Ostern 2016 - Feier der Osternacht in Lütter

 

Am vergangenen Samstag wurde in  der Heilig Kreuz-Kirche in Lütter die Osternacht gefeiert.  Die Messe zur Feier der Auferstehung Christi wurde von Kaplan Sebastian Latsch und Diakon Prof. Dr. Rupert Scheule gehalten. 

Der Gottesdienst begann vor der Kirche auf dem Kirchplatz. Hier brannte bereits das Osterfeuer, von welchem dann die gesegnete Osterkerze entzündet wurde. Trotz windiger Verhältnisse konnte die Flamme nach einigen Versuchen auf die Kerze übertragen werden. Diakon Rupert Scheule merkte lächelnd an, dass die Auferstehung „nicht aufzuhalten“ sei.

Anschließend zog die Gemeinde in die völlig dunkle Kirche ein, der liturgische Dienst folgte ihnen. Zunächst als einzige Lichtquelle in der ganzen Kirche, verbreitete sich das Licht der Osterkerze schnell durch die Reihen auf die kleinen Kerzen der Gottesdienstbesucher. Stück für Stück wurde unsere Kirche immer heller. Nach der dritten Lesung ertönten im feierlichen Gloria erstmals seit dem Abendmahlsamt am Gründonnerstag Glocken und Orgel wieder.

In seiner Predigt ging Kaplan Sebastian Latsch auf das überraschende Ende des Oster-Evangeliums ein: Petrus entdeckte am Ostermorgen das leere Grab und ging dann „nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war“. Das Geschehene war für ihn und die anderen Jünger mehr als unverständlich. Es brauche einige Zeit, bis sie es begreifen konnten. Ähnlich sei es auch heute für viele Christinnen und Christen schwer, die Auferstehung zu begreifen: Einige glaubten demnach nur an eine symbolische Auferstehung, welche seit Jahrhunderten durch die Kirche verkündet werde. Dem setzte Latsch entgegen, dass die Kirche die Auferstehung Christi gerade deshalb verkünde, weil dieser den Jüngern wahrhaftig erschienen ist und er nicht „wie ein Gespenst auf der Erde“ weiterlebe, sondern im Reich seines Vaters. 

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Kaplan Latsch bei allen Messdienern, den Kantoren und den Küsterinnen, die in den vergangenen Tagen „Großartiges“ geleistet haben. Die Gottesdienstbesucher wurden eingeladen, dass geweihte Osterwasser und das Osterlicht zu Angehörigen oder Kranken mit nach Hause zu nehmen. 


(Text: M. Fischer)