Heilig-Kreuz-Lütter

Fronleichnamsgottesdienst mit anschließender Prozession in Lütter

Am Fronleichnamsfest, dem Hochfest des Leibes und Blutes Christi, fand im Anschluss an das Hochamt die Fronleichnamsprozession statt. Bei strahlendem Sonnenschein zogen die Lüttner Gläubigen mit dem Allerheiligsten durch das Dorf und beteten an vier, mit bunten Blumenteppichen ausgelegten Altären u. a. für die Kirche, die Regierung und das Dorf. 

 

Pfarrer Wondrak betonte in seiner Predigt die Bedeutung dieses Festes, welches die katholische Kirche schon seit dem Jahr 1261 begehe: Das altdeutsche Wort „Fronleichnam“ bedeutet so viel wie „Herrenleib“. An diesem Tag wird an die Gegenwart Jesu im Sakrament des Altares erinnert. Beim letzten Abendmahl am Abend des Gründonnerstags reicht Jesus den Jüngern in der Form des Brotes seinen Leib und im Wein sein Blut. Dass das Fronleichnamsfest immer zehn Tage nach Pfingsten, also immer an einem Donnerstag gefeiert wird, sei kein Zufall, sondern durch die Verbindung zu den Geschehnissen des Gründonnerstags gegeben. In der Allgegenwärtigkeit Jesu begründet sich auch die Fronleichnamsprozession, wobei Jesus in Form einer Hostie durch die mit Fahnen gesäumten Straßen getragen wird. Dadurch bekennen sich die Christen öffentlich zu ihrem Glauben und tragen ihn hinaus aus der Kirche in das Dorf.

 

Die Blumenteppiche vor den Altären waren auch in diesem Jahr wieder mit größter Sorgfalt sehr schön hergerichtet worden. Am letzten Altar dankte Pfarrer Wondrak deshalb allen, die an der Gestaltung der Teppiche mitgewirkt haben, nicht zuletzt aber auch all denen, die zum feierlichen Gelingen der Prozession beigetragen haben – sei es durch das Aufstellen oder Tragen der Fahnen, Laternen und Lautsprecher, das Musikspielen, das Vorsingen oder das Wirken der Messdiener. Nur durch das aktive Zusammenwirken sei eine würdige Verehrung des Allerheiligsten Sakramentes möglich geworden.

 

Bilder: R. Scheule