Heilig-Kreuz-Lütter

Maria Rupprecht in Lütter verabschiedet – Auszeichnung durch den Bischof mit Elisabeth-Medaille

Das Hochfest Christkönig wird in der katholischen Kirche am letzten Sonntag des Kirchenjahres gefeiert und ist damit der Abschluss. An diesem letzten Sonntag wurde Maria Rupprecht nach 43 Jahren aus dem aktiven ehrenamtlichen Dienst der Kirchengemeinde „ Heilig Kreuz " in Lütter verabschiedet.  

Pfarrer Guido Pasenow feierte mit der Gemeinde einen sehr schönen Gottesdienst zum Ende des Kirchenjahres. Kein Hinweis auf irgendetwas Außer-gewöhnliches im Verlauf der Messfeier. Wenige wussten, dass Maria Rupprecht an diesem letzten Sonntag des Kirchenjahres auch ihren letzten Dienst am Altar leistete. So hatte sie zwei Lesungen in ihrer unnachahmlichen Weise vorgetragen. Die Betonung wie gewohnt perfekt aber nicht übertrieben gewählt. Der Sinnzusammenhang dadurch auch bei schwierigem Text für jeden Zuhörer gut verständlich. Später hatte sie zum letzten Mal Ihren Dienst als Kommunionhelferin am Altar versehen.

Für die Gemeinde lief also alles ganz normal - bis kurz vor Schluss.

Nach Kommunion und Schlussgebet – die Meisten erwarteten schon den Segen – trat Pfarrer Pasenow noch einmal an den Ambo und mit ihm auch Vertreter des Verwaltungsrats und des Pfarrgemeinderats in den Altarraum. Gemeinsam baten sie jetzt Maria Rupprecht ebenfalls wieder dorthin.  

Pfarrer Pasenow moderierte die Verabschiedung an und übergab nach wenigen Worten an Ulrich Halbleib. Der jedoch hielt für den Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde statt einer Abschiedsrede eine Laudatio. Maria Rupprecht wurde nämlich an Ihrem letzten „ Arbeitstag " im liturgischen Dienst von Bischof Heinz Josef Algermissen mit der Elisabeth-Medaille ausgezeichnet.

Mit einem Mal waren Messe und diese Verabschiedung nicht mehr „normal". 

Maria Rupprecht erhielt die höchste Auszeichnung des Bistums Fulda für über 43 Jahre aktiven ehrenamtlichen Dienst in und an der Kirchengemeinde und darüber hinaus. So wusste der Laudator zu berichten, dass Maria Rupprecht 24 Jahre Vorsitzende der Frauengemeinschaft, 8 Jahre im Dekanatsführungskreis und weitere 4 Jahre im Katholikenrat der Diözese mitgearbeitet hat. Dazu kommen 12 Jahre als Sprecherin des Pfarrgemeinderates, 3 Jahre Küsterdienst und schon seit 1975 Dienst als Lektorin und Kommunionhelferin. Uli Halbleib bedankte sich für diesen außergewöhnlichen Dienst im Namen der Pfarrgemeinde. Er beglückwünschte Frau Rupprecht zu der Auszeichnung und Ehrung mit der Elisabeth-Medaille. Manuela Eismann überbrachte als Sprecherin des Pfarrgemeinderates dessen Dank und Glückwunsch. Als äußeres Zeichen überreichte sie einen sehr schönen Blumenstrauß. 

Maria Rupprecht wurde von der Auszeichnung völlig überrascht. Ganz ihrer bescheiden zurückhaltenden Art entsprechend hatte sie mit einer kurzen Verabschiedung, keinesfalls aber mit dieser Ehrung gerechnet.

In ihrer kurzen Antwort bedankte sie sich für das jahrzehntelange Vertrauen, die vielen schönen Begegnungen und persönlichen Freundschaften, die sie in dieser Zeit von der Pfarrgemeinde wie auch den Pfarrern, erfahren habe. Zum Schluss wünschte Frau Rupprecht der Pfarrei auch künftig viele engagierte Mitarbeiter. 

Mit einem donnernden Applaus stimmten zu guter Letzt auch die Gottesdienstteilnehmer in Dank und Ehrung mit ein.


Text: Stefan Hesterberg