Heilig-Kreuz-Lütter

Feier der Heiligen Nacht am Heiligabend in Lütter

 

Die Feier der Heiligen Nacht gestaltete sich in diesem Jahr in der Kirchengemeinde Hl. Kreuz Lütter etwas anders als bisher gewohnt. Der Gottesdienst begann, jedoch ohne Orgelspiel und ohne Priester. Stattdessen zog Diakon Prof. Dr. Rupert Scheule mit zahlreichen Messdienerinnen und Messdienern in die dunkle Kirche ein. „Das soll also Weihnachten sein? Ohne Pfarrer und ohne einen Organisten?“, fragte er die Gottesdienstbesucher. „Es ist nicht so, dass wir nicht alles versucht hätten. Aber es ist gar nicht schlecht, an diesem Heiligen Abend einmal mit den Traditionen, die unsere weihnachtlichen Illusionen prägen, zu brechen. An Weihnachten kommt Gott als Mensch in die Welt, damit wird alles anders.“

In der Predigt ging Scheule auf die Menschwerdung Gottes und damit das Ankommen Jesu in der Welt ein. Durch die Ankunft verleihe Gott den Menschen eine unerhörte Würde, auf welche die ganze Menschheit lange gewartet hatte. „Ankommen“ – mit diesem einfachen Wort definierte Scheule die Zentralbotschaft der Heiligen Nacht. „Ich wünsche mir, dass auch Sie, Schwestern und Brüder, im Laufe dieses Weihnachtsfestes von sich aus sagen können: Ich bin angekommen. Angekommen in der Krippe, bei dem, der die ganze Welt verändert.“ Um seine Kernaussage zu verdeutlichen, bat der Diakon die Gottesdienstbesucher, ihm den Satz „Ich bin angekommen“ nachzusprechen.

Zur musikalischen Gestaltung, die den Gottesdienst in einen äußerst festlichen Rahmen setzte, trugen viele Musikerinnen und Musiker bei. Neben einer freiwilligen Bläsergruppe des Musikvereins sorgten auch die Familie Hohmann mit Gesang und Gitarre sowie Simon Caba am Keyboard für einen Heiligen Abend der ganz besonderen Art. Allen Mitwirkenden, ganz besonders auch unserem Diakon Prof. Dr. Scheule, gilt ein herzliches Dankeschön für den Einsatz am Heiligen Abend.


Text: Michael Fischer