Heilig-Kreuz-Lütter

Revolution der Liebe

Abendmahlsgottesdienst an Gründonnerstag– Pfarrer Deogratias Serunjogi nimmt Fußwa-schung an 12 Lüttner Christen vor.
Mit dem Abendmahlsgottesdienst an Gründonnerstag beginnen die heiligen drei Tage für ka-tholische Christen. An Karfreitag gedenken sie des Leidens und Sterbens Jesu Christi; Kar-samtag ist der Tag der Grabesruhe des Herrn bevor nach der Osternacht an Ostersonntag die Auferstehung des Herrn gefeiert wird.
Zu beginn dieser drei Tage hat Pfarrer Deogratias Serunjogi während der Messfeier an Grün-donnerstag zunächst in seiner Predigt eindrucksvoll den dienenden Charakter des Priesteram-tes herausgearbeitet und erklärt. Um diesen Charakter zu unterstreichen hat er anschließend assistiert von Diakon Professor Dr. Rupert Scheule den Ritus der Fußwaschung an 12 Ge-meindemitgliedern praktiziert. Vorab führte Professor Scheule kurz in Ablauf und Bedeutung des Ritus ein mit den Worten:
„…Es ist eigentlich nur zu verständlich, dass viele von uns so ihre Probleme haben mit dem Ritus der Fußwaschung. Die nackten Füße zeigen in der Kirche, der Priester, der vor einem auf die Knie geht, das ist doch alles irgendwie total peinlich. Wenn Sie das denken, sind Sie guter Gesellschaft. Auch Petrus war es peinlich, dass sein Herr vor ihm auf die Knie geht und das tut, was in der Antike ansonsten Sklaven machen, ja was Sklaven in Israel u.U. sogar verweigern konnten. Ausgerechnet er, der Herr der Welt, der Höchste!
Aber Jesus besteht darauf. Er wäscht seinen Freunden die Füße und macht damit etwas Revo-lutionäres: er stößt die Logik dieser Welt um, in der Kleinen getreten werden und die Großen sich immer größer machen. Unter Christen soll es anders sein. Hier ist das Dienen ein Zeichen und eine Verpflichtung von Hoheit und Stärke.
Aber stark müssen die anderen auch sein: Sie müssen sich die Zuwendung gefallen lassen, dürfen sich nicht verschließen. Und das ist nicht immer leicht.
Vielleicht können wir diesen Ritus auf diese Weise verstehen: Wer stark ist, soll geben von seiner Stärke und sich den anderen zuwenden. Und wer Zuwendung empfängt, soll sie an-nehmen. Die Fußwaschung ist ein Zeichen jener Solidarität, die die Hierarchien dieser Welt kippt und in der nichts weniger aufscheint als das Reich Gottes“.

Zum Ende des Abendmahlsgottesdienstes wurde das Allerheiligste in einer schlichten Prozes-sion in den Tabernakel der Turmkapelle getragen. Dies symbolisiert den Gang Jesu zum Öl-berg. Hiernach wurden die Altäre der Kirche vollständig abgeräumt.
Anschließend war die Gemeinde zum Wachen mit Jesus in der sogenannten „Ölbergstunde“ in die Kapelle eingeladen.

 

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