Heilig-Kreuz-Lütter

Sensationell viele Kinder begleiten Jesus auf dem Kreuzweg

 

Karfreitag in Lütter: Die Plätze im Pfarrheim waren doppelt besetzt, jedes Elternteil hatte sein Kind auf dem Schoß und dennoch reichten die Stühle nicht aus, so dass sich weitere Kinder auf die zum Rand geschobenen Tischen setzten.
Alle wollten an diesem besonderen - traurigen - Tag im Kirchenjahr dabei sein und Jesus auf dem letzten Weg zum Kreuz begleiten. Dass dies keine leichte Aufgabe ist, den Kreuzweg für die Kleinsten unter uns angemessen erfahrbar zu machen, wissen die Mitarbeiterinnen des Kinderkirchenteams durchaus. Sind doch nicht nur Kommunionkinder anwesend, die sich schon ein bisschen besser mit den Geschichten der Bibel auskennen, sondern eben auch viele Kinder im Kindergartenalter und sogar einige Kleinkinder.
Deshalb hat sich das Team besonders bemüht, die vorgestellten vier Stationen, „Das letzte Abendmahl“, „Jesus im Ölgarten“, „Jesus wird zum Tod verurteilt und gekreuzigt“ und „Verehrung Jesu am Kreuz“ anschaulich zu gestalten. In der Mitte des Raumes wurde die Geschichte mit Hilfe der Jesuskerze, farbig passenden Tüchern, Brot, einem Seil, Blumen, Steinen, Dornen und grünen Zweigen konkretisiert.
Die Kinder konnten nicht nur zuhören, sie durften immer wieder aufstehen, die Dinge und damit die Geschichte be-greifen. Dass dies einen eigentümlichen Reiz hat und die Kinder anspricht, wurde besonders eindrücklich in einer Situation: Als ein Holzkruzifix mit dem gekreuzigten Jesus durch die Reihe gegeben wurde, damit es jedes Kind in die Hand nehmen und genauer anschauen und befühlen konnte, musste die meditative Begleitmusik dreimal abgespielt werden, bis das Kreuz schließlich alle erreicht hatte. „Das war für mich persönlich ein berührender Moment“, sagt Franziska Scheule vom Kinderkircheteam, „weil wir nicht damit gerechnet haben, dass sich die Kinder so sehr auf die Geschichte einlassen würden“.
Am Ende konnten alle Besucher das entstandene Bodenbild eines Kreuzes, das viele Symbole der gehörten Geschichte enthielt, bewundern und mit den lebendig grünen Zweigen schmücken; zum Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens auf Gott, der alles zu einem guten Ende führen kann.

Text: Franziska Scheule-Walter

 

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